Wie ich an einem Ort empfangen werde, welches die letzten Bilder sind, die ich mit in die Nacht nehme, welcher Geruch mich umgibt, mit wem ich zusammen frühstücke und nicht zuletzt, wessen Gast ich bin – das alles prägt entscheidend den Eindruck, den ich von einer Stadt oder einer Region mit nach Hause nehme. Hier setzt das Projekt GastGastgeber der niederländischen Nachbarn an.
Dabei suchen sie bewusst nach Lücken, Leerständen, Freiräumen inmitten der Metropole Ruhr, welche ihre ursprüngliche Funktion verloren haben oder einer neuen Nutzung entgegensehen. Ankerpunkte des Projektes sind der ehemalige Wasserturm des Oberhausener Bahnhofs sowie leerstehende Wohnungen in der Nähe des Dortmunder U. Hier entstehen von Mai bis November besondere Unterkünfte, welche es den Besuchern der Metropole Ruhr ermöglichen, die Region auf eine neue Art zu erleben. Mit niederländischen Designern wie Jürgen Bey und Gilian Schrofer werden diese Unterkünfte zudem zu Zentren der niederländischen Gestaltung. Daneben sucht GastGastgeber aber auch die Verbindung zu verwandten großen RUHR.2010-Projekten wie EMSCHERKUNST mit einer bewohnbaren Skulptur des Künstlerkollektivs Observatorium und B1 | A40 mit einer künstlerischen Intervention von Atelier van Lieshout auf einem Parkdeck neben der Autobahn. Der GastGastgeber ist 2010 auch unterwegs im Ruhrgebiet. An verschiedenen Orten tauchen sie auf mit der BUS-BÜHNE von Künstler Kevin van Braak, das HEISSLUFTBALLON-ZELT von Künstler Lambert Kamps oder die RETTUNGS-KAPSELN von ‘Recycle Architekt’ Denis Oudendijk.

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